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Themenkategorie: Attac München > Arbeitskreise
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Marlies Olberz, FIAN München:

„ Das Agrarabkommen der WTO vernichtet die Existenzgrundlage von Kleinbauern in den Ländern des Südens“


Zum Inhalt:
„Die Menschenrechtsorganisation FIAN kritisiert die internationalen Rahmenbedingungen für den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten. Das Agrarabkommen der WTO schädigt durch seine erzwungene Marktöffnung für hoch subventionierte Agrarprodukte die klein-bäuerliche Landwirtschaft in den Ländern des Südens. Deshalb fordert FIAN in seinem Kampf für die Umsetzung des Menschenrechts sich zu ernähren eine grundlegende Reform der internationalen Handelsregeln.


Zu FIAN:
• FIAN (FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk) ist die internationale Menschenrechtsorganisation, die sich weltweit für das Menschenrecht auf Nahrung einsetzt. Sie wurde 1986 gegründet und hat heute Mitglieder in 50 Ländern auf allen Kontinenten. FIAN besitzt Beraterstatus bei den Vereinten Nationen.
Was macht FIAN?
• FIAN hilft Menschen, deren Recht auf Nahrung verletzt wird. Von Hunger bedroht sind vor allem Landlose, Bauernfamilien, indigene Völker, Nomaden und Fischer-gemeinden. Besonders gefährdet sind Frauen und Mädchen.
• FIAN arbeitet auf Anfrage von Betroffenen, wenn sie durch Landraub, Grossprojekte und Vertreibung in die Gefahr geraten, ihre Lebensgrundlage zu verlieren.
• FIAN unterstützt diese Gruppen durch internationale Protestbriefaktionen. Lokale FIAN-Gruppen leisten langfristige Fallarbeit. Nationale FIAN-Sektionen in Europa, Lateinamerika und Asien koordinieren internationale Kampagnen.
• FIAN-Aktionen haben Erfolg. Viele Beispiele der vergangenen Jahre zeigen, dass die Menschen, die um ihr Recht auf Nahrung kämpfen, durch FIAN-Aktionen wichtige Unterstützung erhalten haben.

FIAN, Internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung
Kontakt: Marlies Olberz, FIAN-Gruppe München,
Tel. 089/ 82071284
Mail: mmolberz@web.de
http://www.fian.de



Juliane von Krause, TERRE DES FEMMES + Kampagne für Saubere Kleidung (CCC)

Titel: „Mode, Macht und Frauenrechte“

Inhalt:
Frauen hier kaufen, was andere Frauen in Billiglohnländern produzieren. Ob Tchibo oder Adidas, ob Karstadt oder H&M, alle lassen in China, Bangladesh, El Salvador, Bulgarien und anderen Standorten zu ausbeuterischen Bedingungen produzieren. Welche Möglichkeiten haben Verbraucher/innen, auf die Produktionsbedingungen vor Ort Einfluß zu nehmen? Bei den Produkten Blumen und Kleidung haben soziale Bündnisse und Kampagnen schon viel erreicht, es gibt inzwischen soziale und ökologische Standards für die Herstellung. Doch diese Verbesserungen lassen sich nur durchsetzen, wenn kritische Verbraucher/innen nachfragen und Druck machen.

Juliane von Krause ist seit fast 20 Jahren ehrenamtlich aktiv bei TERRE DES FEMMES (TDF) München, davon auch mehrere Jahre im Vorstand. Einer ihrer Schwerpunkte ist die Ausbeutung von Frauen in der Textilproduktion. Hier wird sie über die Arbeit der Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign) berichten.

Zu TERRE DES FEMMES:
TERRE DES FEMMES e.V. ist eine gemeinnützige Menschenrechtsorganisation, die sich für die Menschenrechte von Frauen einsetzt. Überall auf der Welt sind Frauen spezifischen Formen der Gewalt ausgesetzt, nur weil sie Frauen sind. Viele Menschenrechtsverletzungen an Frauen werden nicht als solche gewertet - z.B. wenn sie im Kreise der Familie geschehen und mit dem Hinweis auf die "Tradition" entschuldigt werden.

TDF kämpft gegen Gewalt an Frauen durch Öffentlichkeitsarbeit, Lobbyarbeit und Kampagnen, durch die Förderung von Fraueninitiativen und durch internationale Vernetzung. TDF tritt für die Rechte aller Frauen ein, gleich welcher Herkunft, Religion oder Nationalität.

Die TDF-Städtegruppe München befasst sich derzeit vor allem mit 3 Themen: den Menschenrechtsverletzungen durch Frauenhandel, durch die genitale Verstümmelung von Frauen und Mädchen sowie durch die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie weltweit (Clean Clothes Campaign). Ein Schwerpunkt der Münchner Gruppe ist die Betreuung einer Fraueninitiative in Minsk, Weissrußland, wobei die Prävention von Frauenhandel - eine Folge der schlechten ökonomischen Situation der dortigen Frauen – im Mittelpunkt steht.

Zur Textilkampagne - Clean-Clothes-Campaign (CCC)
Die Kampagne für "saubere" Kleidung möchte über Verbraucherinnen Druck auf die Bekleidungshersteller ausüben, um die Ausbeutung der Arbeiterinnen in der Bekleidungsindustrie zu beenden. Die Kampagne hat sich in der BRD 1996 gegründet.
Ihr gehören zahlreiche Organisationen (Gewerkschaften, NGO's, kirchliche Gruppierungen) an. Für Sozialstandards in der Bekleidungsindustrie kämpfen nicht nur die deutsche Kampagne, sondern europaweit ein Zusammenschluß aus Länderorganisationen fast überall in Westeuropa.
Aktionen in der Kampagne sind vor allem Öffentlichkeitsarbeit (Unterschriftenlisten, Kundinnenkarte zum Abgeben in den Geschäften, Pressearbeit) und Aktionen zu Sommer- und Winterschlußverkauf.
Kontakt:
TERRE DES FEMMES, München / Kampagne für Saubere Kleidung (CCC)
Juliane von Krause
Tel.: 089 / 43651474
Mail: Juliane@jvkrause.de
http://www.terre-des-femmes-muenchen.de]
http://www.saubere-kleidung.de



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Erstellt von: KatjaR, letzte Änderung: Freitag, 29. April 2005 [11:13:06 UTC] von Hagen | Impressum / Copyright