|
Suche Anmeldung |
Hintergrundinformation zu SIBATWer ist SIBAT und was ist SIBAT’s Hauptanliegen? SIBAT ist eine Nicht-Regierungs-Organisation mit dem Anliegen und dem Auftrag, kleinbäuerliche Landwirtschaft im Sinne nachhaltiger Entwicklung durch angemessene Technik und Beratung zu fördern. Nachhaltige Landwirtschaft basiert auf Ressourcenmanagement, das in der Dorfgemeinschaft stattfindet. Dies umfasst die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts und das Bewusstsein von Verantwortung für die natürliche Artenvielfalt und ihre Bewahrung. Anliegen der einheimischen Bevölkerung Nahrungssicherheit, Biodiversität und traditionelles Wissen der einheimischen Bevölkerung auf den Philippinen werden von drei Hauptfaktoren bedroht. Dies sind (1.) die Einführung „moderner“ landwirtschaftlicher Technologien, wie Hochertragssorten (2.) die massive industrielle Entwicklung zur Gewinnung von Naturprodukten und ihre Folgen, z.B. Verschmutzung des Wassers durch Bergbau und dessen Abwässer Diese Faktoren werden der einheimischen Bevölkerung von aussen aufgezwungen. Die vielgepriesene „Grüne Revolution“ hat die Chancen für Nahrungssicherheit in den Gemeinden in Wahrheit verschlechtert. Hochertragssorten mit ihren notwendigen Produktionsmitteln haben den Boden übersäuert hinterlassen, was in den Folgejahren zu geringeren Erträgen führt. Die hohen Preise dieser Produktionsmittel übersteigen die erhöhten Ernteerträge und bringen die Landwirte in eine Schuldenfalle. Die Nahrung für ihre Familien produzieren die Landwirte nicht mehr selbst, sondern sie müssen sie zusätzlich kaufen. Beispiel Mais: Verlockt durch das höhere Erntepotenzial der GVOs droht die Tendenz, genetisch hergestelltes Saatgut wie Bt-Mais einzuführen. Die traditionellen Maissorten mit ihrer reichhaltigen Vielfalt könnten vollständig ausgelöscht und bestehende Sorten kontaminiert werden. Gleichzeitig wird die traditionelle Praxis der Saatgutbewahrung und des Austausches zwischen den Landwirten, eine kulturelle Tradition, aufgegeben und die Vielfalt des Saatgutes rapide eingeschränkt. Kurzfristig mögen die Bt-Pflanzen ökologisch verlockend erscheinen, da sie den Einsatz von Pestiziden reduzieren. Aber die eingebauten Bt-Toxine haben spezifische Schädlingsziele und sind nicht effektiv bei anderen Schädlingen, die diese Pflanzen angreifen. Im Fall von Bt-Mais ist das Bt-Toxin nur effektiv gegen den asiatischen Maisbohrer. Frühe Studien zeigen, dass die Landwirte weiterhin Pestizide einsetzen müssen, um andere Schädlinge zu bekämpfen. Ausserdem ist zu erwarten, dass Insekten, die Bt ständig ausgesetzt sind, schnell Resistenzen entwickeln. Daher müssen wieder mehr Chemikalien von den Konzernen produziert werden – ein Teufelskreis und eine Pestizidfalle. Konzerne werden immense Gewinne erzielen aus dem fortgesetzten Verkauf dieser Pestizide/Insektizide, die der menschlichen Gesundheit, der Umwelt und den ökonomischen Bedingungen der Landwirte schaden. Beispiel Reis: Das „landwirtschaftliche Modernisierungsprogramm“ der philippin. Regierung, das ein Paket von Technologien und Systemen eingeführt hat (u.a. Hochertragssorten, chemische Düngemittel, Kredit- und Marketingschemata und Maschinen) ist ein Hauptauslöser für die rasche genetische Erosion. Schon bei vorausgegangenen Programmen ersetzten Monokulturen im Reisanbau die Mischkulturen, was zum Verlust von über 3.000 ursprünglichen Reiskultursorten führte. Heute gehen Hunderte von traditionellen Reissorten dauerhaft verloren. Dieser Verlust zerstörte den Anbau für den Eigenbedarf zugunsten einer ausschließlich für den Export bestimmten Produktion. Inzwischen hat der Einsatz von Chemikalien- und Düngemitteln zur Produktionssteigerung die Kosten der landwirtschaftlichen Produktion verdreifacht und hinterlässt Bauern in dauerhafter Verschuldung und wachsender Armut. Beispiel weitere Agrargüter: Auch bei anderen Agrargütern gab es massive Veränderungen. Flächen, die ursprünglich für Wurzelnutzpflanzen und Reis genutzt wurden, werden nun für geldbringende Exportprodukte wie Blumen, Tigergras und Monokulturen wie Kohl und Kartoffeln benötigt. Traditionelle Nutzpflanzen werden an den Rand gedrängt und z.T. nicht mehr angebaut. Einer der Hauptfaktoren der Nahrungsunsicherheit der einheimischen Bevölkerung ist dieses vorherrschende „Entwicklungs-Rahmenwerk“. Rechte der einheimischen Bevölkerung an Land und Ressourcen werden kontinuierlich unterminiert und „in den Windschatten des Fortschritts“ gestellt. Welche Unterstützung bietet SIBAT armen Gemeinden zur Förderung nachhaltiger Landwirtschaft? • SIBAT unterstützt Gemeinden durch die Verbesserung der Nahrungsversorgung, um andauernden Hunger und Verarmung abzuwenden. • SIBAT hilft, Ackerland, Wald- und Wasserressourcen als örtliche Nahrungsgrundlagen zu entwickeln und gemeinschaftliche Saatbanken einzurichten. • SIBAT führt Studien und Untersuchungen zu den landwirtschaftlichen Bedingungen in verschiedenen Agrar- und Ökosystemen durch • SIBAT fördert die Effizienz der Aktivitäten nach der Ernte • SIBAT entwickelt für die speziellen Bedingungen und Anforderungen der Landwirte angemessene Technologien • SIBAT stellt sicher, dass die örtliche Bevölkerung die begonnen Projekte selbstständig durchführt. • SIBAT beginnt mit den ärmsten und unterdrücktesten Regionen. Weitere Informationen zu SIBAT: http://www.sibat.org Erstellt von: KatjaR, letzte Änderung: Montag, 15. August 2005 [21:50:47 UTC] von KatjaR | Impressum / Copyright |
||||||||||||