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AK „ Fairer Handel / WTO „ - attac München„Mehr Konsum!“, fordert die neoliberale Wirtschaft…. Die Binnennachfrage lahmt, und dabei werden wir mehr denn je von allen Seiten mit Schnäppchen bombardiert. Doch nicht nur das gegenwärtige Rezessions-Klima lässt die Leute den Euro zweimal umdrehen; irgendwie ahnt ja jeder, dass das alles nicht mit rechten Dingen zugeht. Reportagen machen die Runde über junge Frauen, die in Nähereien der Freihandelszonen unter haarsträubenden Bedingungen schuften. Und weil Kleidung augenscheinlich genauso knallhart kalkuliert ist wie vielfach Nahrungsmittel, Spielzeug oder Einrichtungsgegenstände, kann man eigentlich kombinieren, dass Ausbeutung in den Ländern des Südens und der Verlust von Arbeitsplätzen und Unternehmenssteuern hierzulande zwei Seiten derselben Münze sind, mit der wir alle fleissig Frei-Handel treiben. Nimmt man dann noch die WTO ins Visier wird klar, dass die aktuellen Misstände keineswegs Zufall sind: Die Lobby der Konzerne hebelt hier - besonders in den Ländern des Südens - fleissig weiter an letzten Zollschranken und Strukturen, die lokale Wirtschaftskreisläufe zum Teil noch schützen. Doch Widerstand ist möglich! Der Konsument kann immerhin wählen. Und eine Bürgerbewegung wie attac kann aufklären. Wenn sich die Nachfrage verändert, hat das direkten Einfluss auf die Produktion. Ein gutes Beispiel ist der Bio-/Öko-Bereich: Zuerst stieg die Nachfrage, dann folgten Verbraucherverbände und Richtlinien…zuletzt kam die Politik. Fairer Handel kann die nächste Erfolgsgeschichte werden: Nachdem kleine Genossenschaften, Hilfsprojekte oder auch Greenpeace hier seit Jahrzehnten Vorarbeit leisten, findet man jetzt das Fair Trade-Siegel oder die Produktpalette des Fair Handelshauses GEPA immerhin schon im Supermarkt. Seit Anfang des Jahres propagieren die Kampagnen „Fair Feels Good“ * und „Gerechtigkeit Jetzt!“ ** das Thema bundesweit. Und auch Bio-Verbände oder die Stiftung Warentest * entdecken gerade, dass einige Konsumenten die Frage, welche sozialen Bedingungen bei der Herstellung herrschen, oder welche Wirtschaftsform eine Firma besitzt, durchaus als Qualitätskriterien einer Marke sehen. Doch es gibt noch viel zu tun, um diese Dinge voranzubringen, um mehr Leute zu wirtschaftsbewusstem Konsum zu motivieren, und um dem ausbeuterischen Treiben globaler Konzerne echten Widerstand entgegenzusetzen. Attac kann hier besonders die wirtschaftlichen Hintergründe beleuchten (im Kleinen => Genossenschaft gegen börsennotierte AG / auf globaler Ebene => was passiert im Rahmen der WTO ?). Dieser Arbeitskreis soll im Austausch mit dem bundesweiten attac-Schwerpunkt „Welthandel/ WTO“ und mit der Kampagne „Gerechtigkeit Jetzt!“ stattfinden (z.B. Material, aktuelle Aktionen). (November 2004)
Erstellt von: KatjaR, letzte Änderung: Sonntag, 27. Februar 2005 [09:54:41 UTC] von Hagen | Impressum / Copyright |
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