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Der Arbeitskreis „Gesellschaftliche Alternativen“ stellt sich vor:
Ist eine andere Welt möglich? Gibt es eine Alternative zum Kapitalismus? Wir sind auf der Suche nach konkreten Ansätzen auf der Welt, die einen Weg in die zukunftsfähige Gesellschaft zeigen können. Einen Ansatz meinen wir in der Corporacion Cooperativa Mondragón gefunden zu haben. Der Genossenschaftsverbund in Mondragón hat zur Zeit etwa 100 Gemeinschaftsbetriebe verschiedenster Art und ca. 60 000 arbeitende Teilhaber. Er verzeichnet eine stetige Aufwärtsentwicklung und seine hochwertigen Industrieprodukte gelangen heute in alle Länder der Welt. Für die Wirtschaftsweise der Mondragón-Kooperativen haben wir den Arbeitstitel „ demokratisch-transparente Ökonomie“ gewählt. Um deren Bedeutung richtig einordnen zu können, ist es nötig, die Funktionsweise bzw. die Fehlfunktionen der herrschenden Wirtschaftsordnung zu verstehen. Wir denken, daß die vorherrschenden Lehrmeinungen in den Wirtschaftswissenschaften bestimmten Interessen dienen und deshalb einige fundamentale Zusammenhänge ausblenden oder verzerrt darstellen. Schließlich werden wir uns auch mit der Frage auseinandersetzen, welche Bedingungen die Entstehung der Mondragón-Kooperativen begünstigt haben und welche Voraussetzungen für die weitere Verbreitung des Modells nötig sind, bzw. welche Hindernisse Ihr entgegenstehen. Vor diesem Hintergrund seid Ihr aufgefordert, eigene Erfahrungen und Kenntnisse über bestehende Alternativen und Projekte einzubringen, bzw. Euch selbst auf die Suche zu machen Die „demokratisch-transparente Ökonomie“ sollte unserer Ansicht nach durch eine „demokratisch-transparente Politik“ ergänzt werden. Diese hat u.a. zum Ziel, bestehende Benachteiligungen bestimmter Regionen und Schichten auszugleichen. Als erstes Beispiel für diesen Aspekt dient uns der Bürgerhaushalt von Porto Alegre sowie der Verein „Mehr Demokratie e.V.“ in Deutschland. Auch für dieses Thema suchen wir noch Interessierte, die sich mit diesen oder anderen Modellen der Bürgerbeteiligung auseinandersetzen. Mondragón und Porto Alegre dienen uns jetzt als Maßstab für die Prüfung der weiteren Funde. Das Informationsmaterial, welches wir gesammelt haben, erlaubt uns eine fundierte Beurteilung der beiden Modelle. Wir sind dabei, uns das notwendige Grundverständnis der Politik, der Ökonomie, ihrer gesellschaftlichen Zusammenhänge und deren geschichtlicher Entwicklung zu erarbeiten, ohne das wir unsere Funde nicht beurteilen können. Gegenstand unserer Diskussionen sind alle gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Fragen, die sich uns hier und heute stellen. Der Idealfall wäre für uns, wenn der AK, den einen oder anderen anregt, auf einem dieser Gebiete – der kooperativen Ökonomie oder der demokratisch-transparenten Politik - selbst aktiv zu werden. Wir haben auch vor, den Austausch mit bestehenden Gruppen, wie z.B. der Münchner Ingenieurgenossenschaft zu suchen, indem wir Vertreter einladen oder Besuche bei diesen Gruppen organisieren. Die Arbeitsweise des AK soll auf den Prinzipien der kooperativen Gruppe beruhen.
Mit diesen Regeln können wir ein Stück Zukunft verwirklichen und kooperatives Verhalten praktizieren. Zudem halten wir kooperative Gruppen für leistungsfähiger als hierarchisch organisierte. Erstellt von: Niko, letzte Änderung: Freitag, 06. August 2004 [01:05:38 UTC] von Hagen | Impressum / Copyright |
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