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Arbeitskreis "Grundlagen" bei Attac München
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Über den AK Grundlagen

Thema

Der AK beschäftigt sich mit Alternativen zur herrschenden neoliberalen Wirtschaftstheorie. Wir haben uns einen eigenen (vorläufigen) Standpunkt zu einer „anderen Globalisierung“ erarbeitet und setzen uns nun mit anderen kritischen Positionen auseinander, um die eigenen Vorstellungen weiterzuentwickeln.

Treffen

An jedem 2. Mittwoch im Monat um 19.00 Uhr im EineWeltHaus - Wir treffen uns seit August 2006 immer am 2. Mittwoch, damit es nicht mehr mit den Attac-Sendungen auf Radio Lora am 1. Mittwoch des Monats zusammenfällt.

Ansprechpartner:

J. Schemel und Raúl Claro, grundlagen@attac-m.org. Im Ko-Kreis: Raúl Claro.
Abonnieren der Mailing-Liste des AK Grundlagen: Per mail an grundlagen@attac-m.org.

Nächste Treffen

Mi, 14. Mai und Mi 11. Juni 2008: Raul Claro wird über das Buch "Kleine Geschichte des Neoliberalismus" (von David Hervey und Niels Kadritzke) sprechen. Wir wollen später an diesem Buch weiter arbeiten - Kapitel für Kapitel. Die Lektüre soll uns für unseren argumentativen Kampf gegen den unsere Gesellschaft zerstörenden Neoliberlismus Einsichten vermitteln von seinem Entstehen, seinen Wesensmerkmalen und seinen Methoden der Vernebelung und Indoktrination. Motto: Nur wer den Gegenspieler ganz durchschaut, ist ihm gewachsen.

Wir werden unsere Themen immer auch vor dem Hintergrund unseres über Jahre hinweg erarbeiteten "Regionalisierungskonzepts" (siehe unser 70-Seiten-Papier "eine andere Globalisierung" auf der Website und das Buch von Gerd: "Der Freihandelskrieg") diskutieren, also nicht bei Adam und Eva anfangen, sondern fragen: lassen sich die Themen (die Ergebnisse unserer Diskussion darüber) als eine Ergänzung oder Konkretisierung unseres Konzepts verstehen oder stehen sie mit diesem in Widerspruch?

Die Themen der letzten Treffen

Mi, 23. April 2008. Stefan Erhardt referierte über das Buch „Ökotopia“ (amerikanischer Autor: Callenbach) aus den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Das Werk wurde in Europa wesentlich mehr als in Amerika beachtet und hat damals die politischen Vorstellungen u.a. der Grünen beflügelt. Ökotopia ist der Entwurf einer auf Regionalisierung gerichteten Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung am Beispiel von Kalifornien, das sich – auf hohem technischen Niveau – von den USA losgelöst hat, um sich sozial gerecht und ökologisch nachhaltig entwickeln zu können. Diese im Detail beschriebene Fiktion schildert eine konkrete, vorstellbare Utopie. Wahrscheinlich ist sie auf längere Sicht realistischer als unser heutiges System mit seinem zerstörerischen Wachstumswahn und seiner sozialen Erosion. Ökotopia bietet überraschende Parallelen zu unserem Regionalisierungskonzept.

Mi, 26. März 2008. Paul Kleiser referierte über den Marxismus im Hinblick auf „unser“ Regionalisierungskonzept. Die marxistische Theorie und die Vorstellungen von Paul, wie diese in Zeiten der Globalisierung in die Praxis umzusetzen sei, wurde zur Diskussion gestellt. Wie soll die Wirtschaft im Interesse der Bevölkerung geordnet und organisiert sein? Der Hauptunterschied der Meinungen lag in der Bewertung des Marktmechanismus: kann er über Angebot und Nachfrage (bzw. Preise) die Produktion und Verteilung der Waren so steuern, dass neben den Gewinninteressen der Kapitaleigner auch die Interessen der Bevölkerung hinreichende Geltung erlangen? Die notwendige politische Steuerung des Marktmechanismus beschränkt sich auf die Vorgabe von Rahmenbedingungen (z.B. Gesetzen), die Wirtschaftsunternehmen über ihre rein betriebswirtschaftliche Ausrichtung hinaus darauf verpflichten, auch dem Allgemeininteresse zu dienen. Paul plädierte für eine Planung von Produktion und Verteilung durch Gremien auf der Ebene von Betrieben, Kommunen und Regionen. Die Diskussion verlief kontrovers und freundlich.

Mi, 13. Febr. 2008. Gerd Zeitler verglich systematisch sein eigenes Regionalisierungskonzept (beschrieben in seinem Buch „Der Freihandelskrieg“) mit dem von Christian Felber (Attac Österreich), das dieser in mehreren Büchern skizziert hat. Beide Autoren haben auch im Rahmen der Attac-Winterschule (München im Januar) ihre Konzepte dargestellt, jedoch zu oberflächlich, um die Unterschiede hinreichend deutlich erkennbar zu machen. Es wurde auch darüber diskutiert, ob eine (echte) sozial-ökologische Marktwirtschaft als „Kapitalismus“ bezeichnet werden darf und ob eine „antikapitalistische Wende“ als Voraussetzung für die von beiden Autoren angestrebte Regionalisierung anzusehen ist. Allzu oft wird das Wort „Kapitalismus“ unreflektiert mit „Marktwirtschaft“ gleichgesetzt, ohne zwischen unterschiedlichen Ausprägungen der Marktwirtschaft zu differenzieren. Eine „Marktwirtschaft“, die im neoliberalen Sinn alle politisch gesetzten Regeln abschüttelt und soziale wie ökologische Rahmenbedingungen ignoriert, ist archaisch (regellos) und kann als Kapitalismus bezeichnet werden. Eine „echte“ Marktwirtschaft setzt jedoch strikte Rahmenbedingungen zu Vermeidung von sozialen und ökologischen Kosten (die in der betriebswirtschaftlichen Bilanz nicht auftauchen).

Mi, 16. Jan. 2008. Jochen Schemel hielt ein Einführungs-Statement zum Thema “Egoismus und Gewinnstreben: Motor oder Sand im Getriebe einer die Menschenrechte achtenden Gesellschaft?“. Ausgehend von dem bekannten Zitat von A. Smith „Nicht vom Wohlwollen des Metzgers, Brauers und Bäckers erwarten wir das, was wir zum Essen brauchen, sondern davon, dass sie ihre eigenen Interessen wahrnehmen. Wir wenden uns nicht an ihre Menschen- sondern an ihre Eigenliebe“ wurde die folgende These diskutiert: „Der Egoismus als Triebfeder im Wirtschaftsleben ist so lange kein Problem, so lange durch ihn anderen Menschen nicht geschadet wird. Der Egoismus muss daher „gezähmt“ werden in der Weise, dass negative Auswirkungen des Gewinnstrebens durch geeignete Regeln abgeschwächt bzw. unterbunden werden. Ein Egoismus, der das Gemeinwohl befördert, kann nicht schlecht sein.“ Dass es in Zeiten der Globalisierung (bei weltweit offenen Märkten) immer unmöglicher wird, „geeignete Regeln“ durchzusetzen, ohne von den Unternehmen mit Abwanderung „bestraft“ zu werden, wurde in diesem Zusammenhang auch erwähnt.

Mi, 12. Dez. 2007. Raul Claro ging der Frage nach: „Entwicklungsländer – brauchen die uns?“. Es ging darum, ob und inwieweit diese Länder auf die Hilfe (und damit zwangsläufig verbunden: auf die Einmischung) der reichen Industrieländer angewiesen sind und ob diese Hilfe nicht vielleicht das Gegenteil des Beabsichtigten bewirkt, z.B. die Stützung einer dort herrschenden Elite, von der die Bevölkerung ausgesaugt und erniedrigt wird. Statt von „Entwicklungsländern“ sprechen Politiker und Wissenschaftler heute eher von „Hoch-„ und „Niedriglohnländern. Wird „Entwicklung“ in der globalisierten Welt zu einer überholten Eigenschaft des Nordens bzw. zu einer illusorischen Zielvorstellung des Südens? Hier stellt sich die Frage, welche Rolle des Südens in der Weltwirtschaft spielen. Dabei ging es um den Außenhandel zwischen industriell weit und industriell schwach entwickelten Ländern. Die heute herrschenden Regeln dieses Güteraustausches bei weitgehend offenen Märkten (ohne schützende Zölle und Kontingente) sind gegen die Interessen der Bauern, Handwerker und Gewerbetreibenden in den Entwicklungsländern gerichtet, denn deren kleinteilige Wirtschaft wird durch die mit hohem Kapitaleinsatz hergestellten Massenimporte aus den Industrieländern kaputt gemacht. Es entwickeln sich kaum wichtige regionale Märkte, in denen die eigene Nachfrage und Kaufkraft die eigene Produktion voranbringen könnte. Sind die Wirtschaftskreisläufe zerstört, damit diese Länder als Absatzmärkte der Industrieländer funktionieren – mit der Folge von Not und Elend - , dann wirkt unser „Entwicklungshilfe“ nur als Augenwischerei.

Mi, 14. November 2007. Angelika Heimerl hat über das Thema „Glücksforschung und Lebensqualität“ gesprochen und sich dabei auf die neuesten wissenschaftlichen Befunde gestützt. Es ist doch erstaunlich, wie viel Wohlbefinden von den materiellen Bedingungen abhängt (z.B. von den Voraussetzungen, am sozialen Leben teilnehmen zu können, oder: keine Angst vor sozialem Abstieg haben zu müssen) und wie sich das Glücklichsein auch unabhängig von diesen Bedingungen einstellen kann, sofern bestimmte elementare Bedürfnisse befriedigt werden können. Vieles hängt von unserer Einstellung zu den Dingen ab, wie schon die alten Griechen wussten. Wenn wir Anerkennung suchen aber nicht finden, dann liegt die Ursache sicher nicht darin, dass wir keine Statussymbolen und In-Klamotten aufweisen können, sondern an unserem etwas zu schwach entwickelten Selbstwertgefühl.

Mi, 10. Oktober 2007. Gerd Zeitler sprach über sein Buch „Der Freihandelskrieg – von der neoliberalen zur zivilisierten Globalisierung“ (Eine Perspektive für Vollbeschäftigung). Dieses Buch vertieft, erweitert und konkretisiert die Vorstellungen und Vorschläge, die seit Jahren auch in unserem Grundlagenkreis unter der Bezeichnung „Regionalisierungskonzept“ besprochen und entwickelt werden (sieh Dokument: „Eine andere Globalisierung ist möglich...“). Entscheidend ist a) eine konsequente Befolgung des Subsidiaritätsprinzips (Verantwortung auf möglichst unterer Entscheidungsebene), wie es ursprünglich auch für die EU angedacht war und inzwischen nur noch auf dem Papier steht und b) die Zurückgewinnung des Primats der Politik über die Wirtschaft (Setzen verbindlicher Rahmenbedingungen, die soziale und ökologische Standards sichern, statt sie dem internationalen Wettbewerb preiszugeben). Außenhandel ja, aber nach demokratisch gesetzten Regeln und nicht nach den „Gesetzen“ offener Märkte, die das Gewinnstreben der Wirtschaftsunternehmen verabsolutieren und nicht mehr rückbinden an soziale und ökologische Belange des Gemeinwesens.

Mi, 12. Sept. 2007. Jochen Schemel hat zum Thema "Der Staat und die Freiheit seiner Bürger" ein Statement mit Thesen vorgetragen. Die Einstellungen zum Staat schwanken z.B. zwischen der soziologischen Staatsidee Franz Oppenheimers (Der Staat sei seinem Wesen und Ursprung nach eine Einrichtung, „die von einer siegreichen Menschengruppe einer besiegten Menschengruppe aufgezwungen wurde mit dem einzigen Zwecke, die Herrschaft der ersten über die letzte zu regeln und gegen innere Aufstände und äußere Angriffe zu sichern.“) und der Idee von Max Weber, für den der moderne Staat gekennzeichnet ist durch „Territorialität, Gewaltmonopol, Fachbeamtentum und bürokratische Herrschaft“. Diese Form politischer Herrschaft hat sich spätestens seit der Epoche des Kolonialismus global verbreitet. Zusammenfassende These: Indem der einzelne Bürger an die geltenden Gesetze seines demokratischen Staates gebunden ist, entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen dem Herrschaftsanspruch des Staates und der individuellen Freiheit seiner Bürger. Dieses Spannungsverhältnis lässt sich nur konstruktiv bewältigen, indem die Bürger für Gesetze (Regeln) sorgen, die ihre Freiheit und Eigenverantwortlichkeit schützen und stärken. Die Freiheit des Staatsbürgers baut auf bürgerlichen Pflichten – auf dem Engagement der Zivilgesellschaft – auf.

Mi, 8. August 2007. Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen" - ein Thema, das nicht nur bei Attac schon lange kontrovers diskutiert wird. Wir hatten diesem Thema bereits den vorletzten Abend gewidmet (Referat Martin), es ist also Teil II. Raúl, Herbert und Gerd brachten nahmen in Kurzvorträgen Stellung. Raúl plädierte zugunsten des Bedingungslosen Grundeinkommens; Herbert und Gerd äußerten sich eher kritisch. - Hohe Teilnehmerzahl (obwohl das EWH wegen Renovierung fast geschlossen war); lebhafte Diskussion.

Mi, 11. Juli 2007. Harald Winkler referierte über das Thema "Regionalgeld", mit Erläuterung, warum er das für eine Sackgasse hält.

Mi, 13. Juni 2007. Siehe Mails.
Mi, 9. Mai 2007. Siehe Mails.

Mi, 11. April 2007. Tilman Bergt und Silke Ötsch von der Attac AG "Internationale Steuern" gaben eine Einführung in das Thema Tobin-Steuer/Devisentransaktionssteuer.

Mi, 14. März 2007. Franz-Georg Bischof hielt ein Referat halten zum Thema "Arbeitslosigkeit". Der Vortrag behandelte sowohl theoretisch als auch vor allem praktisch die Funktion Arbeit und Leben, speziell in Bezug auf die persönliche Existenz und Subsistenz. Es wurde anhand von Ableitungen, Methoden und Thesen aufgezeigt, wie man seine eigene praktische Erfahrung und Lebenseinstellung nutzbringend in Tätigkeit bringt, mit veränderten Arbeitsprozessen überlebt, und wie man individuell von der Globalisierung profitieren kann.

Mi, 14. Februar 2007. Thema: "Wettbewerb und/oder Kooperation".
Großer Andrang diesmal: Ca. 30 Teilnehmer! Sue und Jochen sprachen zum Thema "Wettbewerb und/oder Kooperation" sprechen. Dieses Thema ist von grundsätzlicher Bedeutung und hat sich in den vergangenen Jahren durch viele Diskussionen wie ein roter Faden durchgezogen. Beide setzten sich mit der Frage auseinander, wie das gesellschaftliche (auch wirtschaftliche) Miteinander vom brutalen Konkurrenzdruck (bis hin zum Krieg) befreit werden kann. Jochen vertrat nach dem Motto: "So viel Kooperation wie möglich, so viel Wettbewerb wir nötig" die These, dass Wettbewerb in vielen Situationen (gerade auch in der Wirtschaft) notwendig und sinnvoll sei, jedoch an bestimmte (humane, d. h. soziale und ökologische) Regeln gebunden sein muss. Sue vertritt die Position, das Kooperationsprinzip müsse auf allen Ebenen - in Familie, Schule, Wirtschaft, Dienstleistungen, Arbeit, bei allen Konflikten – Vorrang haben und ein solcher Vorrang sei mit dem patriarchalisch/ kapitalistischen System nicht vereinbar. Die beiden Positionen unterscheiden sich also in der „Systemfrage“: lässt sich in einer (sozial-ökologischen) Marktwirtschaft der Wettbewerb mit humanen Regeln „zähmen“ oder muss das System grundsätzlich geändert werden – und wie? - Beide Referenten erläuterten ihre Standpunkte anhand von Beispielen und stellten diese zur Diskussion.

Mi, 10. Januar 2007. Über die Analysen und Positionen von Gabor Steingart referierte Jochen auf der Basis der Spiegel-Titelgeschichte aus 37/06 "Weltkrieg um Wohlstand" und des gleichnamigen Buches von Steingart unter besonderer Berücksichtigung seines (warum problematischen?) Vorschlags einer transatlantischen Freihandelszone. Dieser Vorschlag ist Teil der gegenwärtigen Europapolitik der Bundesregierung und der USA. - Die Globalisierung wird inzwischen auch von den Neoliberalen kritischer gesehen, weil jetzt die westlichen Industrieländer immer mehr in Bedrängnis geraten (vor allem durch China) - allerdings zieht Steingart andere Schlussfolgerungen als wir: die "transantlantische Freihandelszone" (als "Wirtschaftspakt zwischen USA und EU, der sich gegen Asien richtet) soll Rettung bringen. Was sagen wir dazu? Jochen sprach darüber und dann wurde lebhaft diskutiert.

Mi, 13. Dezember 2006. Über die Analysen und Positionen von Joseph Stieglitz (kritischer Nobelpreisträger) referierte Tilman auf der Basis der Bücher "Schatten der Globalisierung" und "Wege aus der Globalisierungsfalle". Hierbei wurde auch (in Vorbereitung auf den G8-Gipfel) auf die Funktionen von WTO, Weltbank und IWF eingegangen.

Di, 28. November 2006. Der Arbeitskreis Grundlagen veranstaltete zusammen mit der Initiative "Wir sind Pioniere" den November-Termin des monatlichen ATTAC-PALAVER; Thema "Arbeitslosigkeit", mit folgenden drei Abschnitten: 1) Rudi und Walther von der "Initiative" präsentierten ihr satirisches Buch "Abwärts - die 10 goldenen Regeln des sozialen Abstiegs". 2) Toni Greil berichtete von seinen praktischen, teilweise haarsträubenden Erfahrungen mit der Arbeitsagentur-Bürokratie, wo der Arbeitssuchende manchmal den überforderten Vermittlern beistehen muss. 3) Gerd Zeitler skizzierte Wege zu einer alternativen Wirtschaft anhand seines soeben erschienenen Buches "Der Freihandelskrieg". Die drei Vorträge füllten den Abend ziemlich voll aus.

Mi, 8. November 2006 Mirko sprach über die Vorstellungen des Soziologen R. Sennet (über sein Buch "der flexible Mensch" und über dessen neuestes Werk. Eine Zusammenfassung wird in Kürze hier ins Netz gestellt.

Mi, 11. Oktober 2006. Alban Knecht sprach auf der Grundlage des Ökonomen, Philosophen und Nobelpreisträgers Amarthya Sen über verschiedene Modelle des Wohlfahrtsstaates. (Ein etwas ausführlicher Bericht wird noch auf diese Website gestellt.)
Mi, 9. August 2006. Vortragende: Jochen (in Vertretung von Gerd) und Achim. Die beiden von Gerd und Achim (Achim basierend auf David Schweickart) beim letztenmal vorgetragenen Positionen zu den Möglichkeiten und Grenzen der Marktwirtschaft wurden vertieft und vergleichend erörtert. Beide Referenten "stellten sich", indem sie knapp ihre wichtigsten Thesen noch mal vortrugen - also gerade solche, wo Differenzen deutlich wurden. Dabei gingen sie auch auf Argumente eingehen, die beim letzten Termin andiskutiert worden sind.

Mi, 5. Juli 2006. Vortragende: Gerd Zeitler, Raúl Claro, Achim Brandt. Thema: „Marktwirtschaft – was kann sie leisten?". Das spannende Thema wurde in drei Referaten aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Es wurden dabei drei verschiedene Ausprägungen der Marktwirtschaft vorgestellt, nämlich solche, die sich wohltuend von der neoliberalen Spielart abheben. 1) Gerd brachte eine Zusammenfassung des alternativen Wirtschaftskonzepts des AK Grundlagen, basierend auf unserem Grundlagenpapier. 2) Raúl stellte den Ansatz von Michael Albert vor, einem US-amerikanischen Autor mit einer Menge Präsenz bei den Sozialforen und bei Attac-Sommerakademien. Sein Werk PARECON ("participatory economics") ist inzwischen in Deutsch zu haben. Parecon ist eine scharfe Markt-Kritik und eine alternative Wirtschaftsorganisation. 3) Achim berief sich ebenfalls auf einen US-Amerikaner und zwar David Schweickart (Mathematiker und Philosoph an der Loyola-Universität Chicago), dessen „Economic Democracy“ (Wirtschaftsdemokratie), die sich auf die MCC Mondragon bezieht, als Marktsozialismus eingestuft werden kann. Hier sind die gezeigten Folien (1 MB).

Mi, 7. Juni 2006. Vortragender: Raúl Claro. Thema: „Arbeit als Quelle des Wertes - immer noch?". Hier ist der Vorankündigungstext und hier die 14-seitige Zusammenfassung, auch als Vorbereitung zu einer Diskussion über den Markt).

Mi, 3. Mai 2006. Vortragender: Herbert zum Thema: „Die schwarze Utopie der totalen Konkurrenz“. Über das "Schwarzbuch Kapitalismus" von Robert Kurz. Dies war die Vorankündigung. Die vorgetragenen Kapitel sind in einer komprimierten Form in „Wikipedia“ unter folgender Adresse zu finden: http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzbuch_Kapitalismus.

Mi, 5. April 2006. Vortragender: Jochen Balzer. Thema: Der nationalökonomische Kurs von Rudolf Steiner. - Erkenntnisse und Alternativen zur Ökonomie aus anthroposophischer Sicht. Hier ist eine Zusammenfassung

Mi, 1. März 2006. Vortragender: Walter Fuchs. Thema: Am Aschermittwoch, den 1.3.06 um 19.00 Uhr hielt Walter einen Beamervortrag zum Thema "Das Geld und seine Tücken". Dabei wurde dargestellt, was Geld eigentlich ist, wie es entsteht, wie es funktioniert und welche Möglichkeiten zur Steuerung der Wirtschaft es bietet. Nach den "guten" Seiten des Geldes befassten wir uns mit Geldkrisen und Fehlentwicklungen. Schließlich wurden Maßnahmen zu einem nachhaltigen Geldsystem diskutiert.

Mi, 1. Feb. 2006. Vortragender: Achim Brandt. Thema: Der Arbeitslosigkeit begegnen durch Grundeinkommen und bessere Bezahlung der Arbeit, finanziert mittels eines "Eigentumsschutzgeldes". (Das Eigentumsschutzgeld zahlen die Eigentümer zum Ausgleich für das Eigentumsrecht.) Hier ist die Vorankündigung, und hier sind die Vortragsfolien (34 Seiten aber große Schrift) plus Diskussionsprotokoll am Ende.

Mi, 4. Jan. 2006. Vortragender: Gerd Zeitler. Thema: David Ricardo: Kronzeuge der Anklage gegen den neoliberalen Freihandel. Sehr starke Beteiligung trotz Ferienzeit: Mehr als 12 Zuhörer. Die Vortragsfolien sind weiter unten auf dieser Website unter "Dokumente".

Mi, 7. Dezember 2005. Vortragender: Gerd Zeitler. Thema: Das Grundrecht auf Teilnahme und Teilhabe am Wirtschaftsleben. Ca. 10 Anwesende; wir lernten nochmals viel dazu über die Notwendigkeit des Schutzes der Regionen angesichts des Globalisierungsdrucks. Die Vortragsfolien sind auf dieser Website unter "Dokumente".

Mi, 2.11.05: Vortrag von Mirko zum Thema "Globalisierungstheorien".
Mirko gab einen Einblick in die Ergebnisse der Sozialwissenschaft zum Thema Globalisierung, wobei auch Unterschiede im Verständnis der Globalisierung zwischen der Soziologie und Attac (attac-m) zur Sprache kamen. Siehe die Zusammenfassung (5 Seiten, pdf-Datei, bitte hier klicken).

Mi, 5.10.05: Kein Treffen, wegen Parallelveranstaltung im Literaturhaus (Jean Ziegler).

Am Do, 22.9.05 sprach Martin über das Buch von Hoppe "Demokratie - ein Gott, der keiner ist". Das Buch geht in Richtung "Libertäre Gesellschaft" mit verringerten Staatsaufgaben. Beruft sich auf die "Österreichische Schule" (Ludwig von Mises etc), die auch eine Quelle der "Neoklassik" ist. "Anarchokapitalismus". Das gab Anlass zu Kontroversen.

Rückblick auf die frühere Tätigkeit des Arbeitskreises: (Text folgt.)


Dokumente

"Eine andere Globalisierung ist möglich - Selbstbestimmtes Wirtschaften in einer zusammenwachsenden Welt". Aus dem Themenbereich "Alternative Weltwirtschaftsordnung, AWWO". Ein Positionspapier des Arbeitskreises Grundlagen bei attac München. (pdf-Datei, 54 Seiten, 506 kByte.) Autor: Gerd Zeitler. Oktober 2004 (reloaded Aug. 2007).

"Das Grundrecht auf Teilnahme und Teilhabe am Wirtschaftsleben" oder
"Anleitung zur Vollbeschäftigung. Die neoliberalen Irrtümer und ihre Überwindung. Der neoliberale Teufelskreis
. (Vortragsfolien, pdf-Datei, 23 Seiten, ca. 100 kByte.) Autor: Gerd Zeitler. Vortrag gehalten am 7.12.05 auf dem Treffen des AK Grundlagen im EWH.

"David Ricardo: Kronzeuge der Anklage gegen den neoliberalen Freihandel. Der komparative Vorteil: Zentrales Element einer zukunftsfähigen Globalisierung". (Vortragsfolien, pdf-Datei, 9 Seiten, 26 kByte.) Autor: Gerd Zeitler. Vortrag gehalten am 4.1.06 auf dem Treffen des AK Grundlagen im EWH.


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Erstellt von: Hagen, letzte Änderung: Samstag, 17. Mai 2008 [12:51:00 UTC] von walterfuchsattac | Impressum / Copyright


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1 : 122 icon EineAndereGlobalisierung2004_.pdf "Eine andere Globalisierung - Selbstbestimmtes Wirtschaften ..." AK-Grdl Positionspapier, 54 Seiten Mi. 08.08.2007 [12:42 UTC] von achim 517.87 Kb 362
2 : 99 icon 060705_Achim_AKGrdl_ED(Ac060704.1646).pdf Achim Brandt: Vortrag Juli 2006 zu David Schweickart (Marktsozialismus) Mi. 02.08.2006 [13:48 UTC] von achim 1.12 Mb 760
3 : 97 icon 060607-Raul-Arbwert-Ankuend.pdf Raúl Claro: Ankündigung für Vortrag am 7.6.06: Arbeit Quelle des Wertes? Fr. 02.06.2006 [07:40 UTC] von achim 4.79 Kb 521
4 : 91 icon 060503-Herbert-Ankuend.pdf Herbert Eckmayr: Vortragsankündigung f. 3.5.06: Schwarzbuch Kapitalismus (Datum korrigiert) Mo. 03.04.2006 [20:39 UTC] von achim 4.84 Kb 634
5 : 90 icon 060405-JBalzer-Ankuend.pdf Jochen Balzer: Vortragsankündigung für 5.4.06: Nationalökonomischer Kurs von Rudolf Steiner Mo. 03.04.2006 [20:37 UTC] von achim 5.19 Kb 663
6 : 89 icon 060504-Herbert-Ankuend.pdf Ankündigung (Herbert) für 4.5.06: Schwarzbuch Kapitalismus So. 26.03.2006 [20:49 UTC] von achim 3.33 Kb 469
7 : 59 icon 060201-AKGrdl-Vortrag+Discuss-Achim-v2.pdf Vortragsfolien (34 Seiten, nun druckfehler-korrigiert) vom Vortrag Achim Brandt, "Der Arbeitslosigkeit begegnen durch ... Eigentumsschutzgeld", 1.2.06 Sa. 11.02.2006 [18:35 UTC] von achim 95.55 Kb 732
8 : 58 icon 060201-AKGrdl-Vortrag+Discuss-Achim-v2.pdf Vortragsfolien (34 Seiten) vom Vortrag Achim Brandt, "Der Arbeitslosigkeit begegnen durch ... Eigentumsschutzgeld", 1.2.06 Di. 07.02.2006 [20:48 UTC] von achim 95.50 Kb 538
9 : 55 icon Achim060201-Ankuendigung.pdf Vortragsankündigung (Achim) für 1.2.06: Arbeitsloeigkeit begegnen durch Grundeinkommen und bessere Vezahlung der Arbeit ... Di. 31.01.2006 [12:07 UTC] von achim 68.83 Kb 724
10 : 53 icon FolienAKGrundlagen040106.pdf Folien zum Vortrag 4.1.06 von Gerd Zeitler: "David Ricardo: Kronzeuge der Anklage gegen den neoliberalen Freihandel. Der komparative Vorteil: Zentrales Element einer zukunftsfähigen Globalisierung" Sa. 07.01.2006 [12:24 UTC] von achim 25.67 Kb 1843
11 : 52 icon FolienAKGrundlagen071205.pdf Folien zum Vortrag 7.12.05 von Gert Zeitler: "Grundrecht auf Teilnahme und Teilhabe am Wirtschaftsleben" Di. 27.12.2005 [20:05 UTC] von achim 100.37 Kb 958
12 : 48 icon Globalisierungstheorien.pdf Globalisierungstheorien (Manuskript), Referat 2.11.05 gehalten von Mirko Do. 10.11.2005 [15:39 UTC] von achim 18.89 Kb 1821
13 : 37 icon AK Vortrag 7.12.htm Vortrag am 7.12.2005 von Gerd Zeitler: Das Grundrecht auf Teilnahme und Teilhabe am Wirtschaftsleben So. 06.11.2005 [19:08 UTC] von achim 1.45 Kb 846
14 : 36 icon AK Vortrag 4.1.htm Vortrag am 4.1.2006 von Gerd Zeitler: David Ricardo: Kronzeuge der Anklage gegen den neoliberalen Freihandel So. 06.11.2005 [19:07 UTC] von achim 1.44 Kb 840