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attac beim konzert von konstantin wecker

Vater Land im "Vaterland" - Konstantin Weckers Heimspiel am 14.11.2001 im Circus Krone in München

Es war ausverkauft! Ab 18.00 Uhr standen die Leute vor dem mächtigen Bau Schlange und warteten darauf, dass sich die Eingangtüren öffneten - und der "run" um die besten Plätze in der Arena beginnen konnte. Um 19.00 Uhr war es dann soweit - und tatsächlich rannten sie hinein in die Circus-Arena, auf der ab 20.00 Uhr Wecker mit seiner durchweg männlichen (!) und erstklassigen Band (Drums, Gitarre, Piano, Kontrabass) ein Konzert geben würde, das die Erwartungen aller erfüllte oder sie übertraf.

Attac München war mit dabei. Konstatin Wecker, selbst Mitglied, hatte uns die Gelegenheit gegeben, Infomaterial an die Konzertbesucher zu verteilen. Übrigens nicht nur in München, sondern deutschlandweit. Auf der Website www.wecker.de findet man unter "Links" den zur Attac-Website sowie alle Lieder zum Anhören. Wecker, ein berühmter und engagierter Sympatisant.

In alter Frische brachte der Liedermacher und Poet seine Kritik an Gesellschaft, Politik, Wirtschaft - und sich selbst. Mal romantisch, mal poetisch, mal aggressiv, mal versöhnlich, mal traurig, mal erregt. Und immer mitreißend! Ob mit Blues, Tango, Pop, Rock oder Rap.

So mitreißend, dass am Ende nicht nur eine, nein, sechs Zugaben gefordert wurden von einem unermüdlichen, begeisterten Publikum, das sich mit Standing Ovations für diesen Abend bedankte. Mit seiner Stimme reißt er das Publikum in seinen Bann - und regt zum Nachdenken an, nicht nur "auf die sanfte Tour", sondern heftig "Sag NEIN!", protestierend 'Macht den Mund auf!"

Stark politisch (wie man ihn kennt, von vor 25 Jahren. Gerne singt er auch heute noch Lieder aus dieser Zeit, denn es hat sich nicht geändert, dass er "dagegen" singt...), kritisiert er in "Amerika" (das erst als Zugabe gespielt wurde) mit harten Worten die Politik des Georg W. Bush und der weltweiten "Verschwörer-Clique", die mit unfairer Handels- und bis zum Exzess getriebener Deregulierungspolitik der Finanzmärkte eine immer stärkere Ausbeutung der weniger entwickelten Länder forciert. Doch auch ins Inland schaut er, macht seiner Stimmung und seinem Ärger in "Vater Land", "Entzündet vom Weltenbrand", "Es geht uns gut", Luft. Mit-tanzen will man da nicht so recht... Doch Wecker schafft es immer wieder, die Stimmung zu lenken: mit Auswahl und Arrangement seiner Lieder macht er die Leute mal mitklatschen, mal johlen, mal entsetzt schweigen, mal lachen, mal die Stirne runzeln - und mal verschämt zu Boden blicken. Ein Meister seines Faches.