München

Offene Gruppe Zeitungslektüre

Eine neue Arbeitsgruppe bei Attac München

Da ein ursprünglich angebotenes regelmäßiges Treffen nicht auf genügend Interesse gestoßen ist, machen wir, die Initiatoren der Gruppe, das Angebot eines nicht-regelmäßigen Treffens. Es findet statt, wenn sich mindestens vier oder fünf Leute (außer uns) zur Zeitungslektüre zusammenfinden wollen. Wer Interesse hat, melde sich bitte bei uns, damit wir das Treffen organisieren können: zeitungslektuere[at]attac-m.org

Unser Selbstverständnis

Wir sind eine Gruppe von Leuten, die sich anhand der Lektüre und Diskussion von aktuellen Zeitungsartikeln mehr Klarheit über wirtschaftspolitische Zusammenhänge zu verschaffen. Wir nennen uns "offen" weil auch willkommen ist, wer nur mal "hineinschnuppern" will.

Die meisten von uns haben es am eigenen Leib erlebt: Es kann arg frustrierend sein, wenn wir uns - isoliert im eigenen Stübchen - bei der Zeitungslektüre ganz allein ratlos den Kopf zerbrechen, zweifelnd am Kopf kratzen oder empört die Haare raufen müssen – ohne Austausch mit anderen Menschen, die ähnliches Interesse am Thema aufbringen wie wir.

Die zur Zeit geführten Diskussionen, Lösungsvorschläge und Beschlüsse über die Schritte, die notwendig seien, um der aktuellen Megakrise von Wirtschaft und Gesellschaft (Finanzkrise, Massenarbeitslosigkeit, prekäre und unterbezahlte Beschäftigungsverhältnisse, Klimawandel…) Herr zu werden, erscheinen uns wie ein Stochern im Nebel.

Bei aller Unterschiedlichkeit unserer ökonomischen Vorkenntnisse eint uns daher das Gefühl, dass die von Wirtschaftsexperten beratenen Politiker hilflos der aktuellen Finanz- und Eurokrise gegenüberstehen. Die Experten widersprechen sich. Das hat uns in unserer Absicht bestärkt, das Denken über Lösungswege nicht den Experten zu überlassen, auch nicht den Wirtschaftsredakteuren in den tonangebenden Medien. Wir müssen es selbst versuchen.

Wir erheben nicht den Anspruch, alles besser zu wissen. Es gibt offensichtlich keine Patentlösung. Wir wollen aber in wirtschaftlichen Fragen kompetenter werden, um uns eine eigene Meinung bilden zu können, die über Stammtischniveau hinaus geht. Und einen Weg dazu sehen wir darin, dass wir uns regelmäßig mit den in Zeitungen vertretenen Positionen und ihren Begründungen auseinandersetzen. Was erscheint uns plausibel, was nicht? Welche Informationen müssen wir uns beschaffen, um die Plausibilität beurteilen zu können?

Wir sind auf keine Position und kein „Vor-Urteil“ festgelegt, sondern pflegen einen freien Gedankenaustausch. Niemand will den anderen von seiner eigenen Meinung überzeugen, sondern jeder freut sich, im Zuge der Auseinandersetzung mit den Zeitungsartikeln von den anderen TeilnehmerInnen Informationen und Argumente zu hören, die er/sie vielleicht bisher übersehen oder anders gewichtet hat. Mit unseren Diskussionen streben wir also keine gemeinsamen „Ergebnisse“ an. Jeder von uns kann nur für sich allein beurteilen, ob und welche Erkenntnisfortschritte er bei den Treffen gemacht hat. Wenn es dabei zu gemeinsamen Einsichten kommt – um so besser!

Und wer sich in bestimmte Themen mehr vertiefen und bei Aktionen mitmachen will, der kann dafür sicherlich einen für ihn/sie geeigneten Arbeitskreis bei Attac München finden.

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